Jagdhundeausbildung für Nichtjäger

Jagdhundeausbildung für Nichtjäger
Jagdhundeausbildung für Nichtjäger

Warum Jagdhunde -Ausbildung für Nichtjäger? Warum nicht Anti -Jagdtraining?

Der Jagdtrieb / bzw. Beutetrieb ist einer der der stärksten Triebe des Hundes. Jagdhunde sind durch Jahrhunderte lange Selektion zu einem Hund mit besonders starken Jagdtrieb gezüchtet worden. Einen derartig starken Trieb einem Hund ab erziehen oder löschen zu wollen ist daher keine gute Idee. Eine gute Idee ist aber, im Sinne des Hundes mit ihm auf seine naturgemäße Art zu arbeiten. Gemeinsame Arbeit von Halter und Hund bringt beiden Freude, Stolz und Zufriedenheit. Die Jagdhundeausbildung für Nichtjäger stärkt die Bindung und das Selbstbewusstsein.

Wie geht zeitgemäße artgerechte Jagdhundeausbildung?

Das fragen wir einen erfahrenen, modernen Jäger, der sich mit dem Wild, mit dem Wald und den Anforderungen an eine zeitgemäße Hundeausbildung auskennt .

Stefan Fügner

Jagdhundeausbildung für Nichtjäger
Jagdhundeausbilder Stefan Fügner

• 32. Jahres-Jagdschein
• 9 Jahre eigene Reviere
• 30 Jahre Hundeführer
• Treib-/Stöberjagden
• Korrektur verhaltens-auffälliger Jagdhunde

die Antwort lesen
Viele Hundehalter führen Jagdhunde, ohne selbst Jäger zu sein. Auch zeigen viele Hunde, ohne als Jagdhunderasse erkennbar zu sein, einen starken Jagdtrieb. Jagdhunde und Jagdhundemischlinge sind von ihrer Herkunft Hochleistungshunde und benötigen deshalb eine dementsprechende Ausbildung und Beschäftigung.

Mit der Ausbildung solcher Hunde sind viele herkömmliche Hundeschulen nicht vertraut, ist doch die Jagdhundeausbildung mit der Ausbildung in der Hundeschule nicht vergleichbar. Viele Jagdhunde sind zudem in Hundeschulen nicht ausgelastet.

Im ersten Teil des Trainings wird dem Hundeführer gezeigt, wie der Grundgehorsam bei einem Jagdhund eingearbeitet wird. Es wird erklärt, was der Jagdhundeausbilder unter dem Begriff “Stubendressur” und “Durcharbeiten” versteht und warum der absolute Gehorsam für alle weiteren Übungen unumgänglich ist.

Durch den Wechsel von Phasen des Arbeitens und des Ruhens wird gezeigt, wie der Hund schnell beginnnt, sich völlig auf den Führer zu konzentrieren. Es wird gezeigt, welche Mittel man einsetzt, um den Hund zur Ruhe zu bringen, damit er sich auf das Arbeiten mit dem Hundeführer konzentriert.

Insbesondere das korrekte Einarbeiten des “Fußgehens”, die Leinenführigkeit, das Aufbauen des Dauerkontaktes zum Führer und das Ablegen des Hundes auf Distanz als Einstieg in weitere Arbeitsgebiete des Hundes werden gezeigt. Hunde reagieren sehr unterschiedlich, wenn die Ablenkung gesteigert wird. Wieviele Schritte von der Stubendressur (ohne Ablenkung) bis zum Gehorsam in Streßsituation (starke Ablenkung) notwendig sind, wird aufgezeigt.

Später wird der richtige Umgang mit Feldleine (Schleppleine), Dummy und Apportierbock, sowie die Arbeit mit der Reizangel vorgestellt. Noch immer wird der Umgang mit den obigen Hilfsmitteln oft unsachgemäß und für die Erziehung des Hundes daher schädlich angewandt, was spätere Korrekturen notwendig macht.

Ist es zu spät, wenn ich bereits Probleme mit dem Jagdverhalten meines Hundes habe?

Die Ausbildung eines Gebrauchshundes beginnt im Welpenalter und auch ein Jagdhund als reiner Familienhund sollte frühestmöglich artgerecht erzogen werden. Dennoch ist es durchaus möglich einen erwachsenen Hund so auszubilden, damit es nicht zu weiteren „Jagdunfällen“ kommt. Oder sollte ich sagen: den Jagdhundhalter so auszubilden, das er einen Jagdhund kontrolliert führen kann?

Hunde, die wildern, haben das Wildern nicht als alleiniges Problem. Diese Hunde haben gelernt, Ihren Besitzer für etwas Wichtigeres einfach in der Landschaft stehen zu lassen und sein Rufen zu ignorieren.

Das bedeutet, wir müssen an der Hund/Halter Beziehung arbeiten. Der Hundebesitzer wird von seinem Hund nicht als Autorität wahrgenommen und deshalb hat der Hund in einigen Situationen kein Interesse an seinen Kommandos.

Ist die Jagdhundeausbildung für Nichtjäger genauso, wie die Jagdhundeausbildung für Jäger?

Nein. Wir arbeiten weder mit lebendem noch mit zu tötendem Wild. Der Hund soll das das Wild, das er wittert und hört anzeigen, aber weder aufscheuchen noch hetzen. Wir arbeiten nicht mit tierschutzrelevanten Methoden, die in der Jägerschaft zum Teil noch angewandt werden. Wir erarbeiten Jagdtechniken, wie zum Beispiel das Fährten legen als Teil der gemeinsamen Arbeit und Auslastung. Daher können wir sagen, das wir eine Jagdbegleithund Ausbildung anbieten.

Jagdhundeausbildung
Jagdhundeausbildung

Eignet sich die Jagdhundeausbildung für Nichtjäger nur für reinrassige Jagdhunde?

Alle Hunde, die einen Jagdtrieb zeigen sind willkommen. Im praktischen Trainingsteil gehen wir stärker auf die individuelle Veranlagung des einzelnen Hundes ein.

Was erwartet mich in der Jagdhundeausbildung für Nichtjäger? Wie ist der Ablauf?

Sie erhalten grundlegende Informationen und einen Einblick in die Arbeitsweise eines Jagdhundeführers.

Jetzt ist der Zeitpunkt für erste Übungen gekommen.

  1. Aufmerksamkeit und Achtsamkeit von beiden Seiten: Hund und Mensch
  2. Führigkeit
  3. Beschränkungen, Besonderheiten bei den Grundkommandos
  4. Verharren und Impulskontrolle
  5. richtiges Bei Fuß gehen, die „erlaubte“ Freiheit
  6. erste Aufgaben erlernen: Tragen
  7. Standruhe am Wild
  8. Apportieren
  9. Suchen
  10. weiterführende Aufgaben ….Verlorensuche, Spuren verfolgen und vieles mehr

Was erreiche ich durch die Jagdhundeausbildung für Nichtjäger?

Frischlinge auf dem Kinderspielplatz
Frischlinge auf dem Kinderspielplatz

Sie leben in einer Großstadt mit reichlich Wild.Neben Kaninchen und Wasservögeln finden sich auch überall Füchse und Katzen. Die Berliner Wälder sind voll von Wildschweinen, die gefährlich für Hund und Mensch sein können, das sie keine Angst vor dem Menschen haben. Von Wildschweinen aufgeschlitzte Hunde finden sich häufig in Berliner Tierarztpraxen. Daneben ist es schlicht verboten, den Hund jagen zu lassen.
Nach unserer Jagdhundeausbildung für Nichtjäger werden Sie viel sicherer und unbesorgter mit Ihrem Hund spazieren gehen können, weil sie gelernt haben, ihn jederzeit unter Kontrolle zu haben und weil Ihr Hund gelernt hat, genau darauf zu achten, was sie tun und bei ihnen bleibt, auch wenn er gerade etwas erschnüffelt oder wittert. Ihr Hund bleibt stehen, wenn Sie stehen bleiben, Ihr Hund kommt sofort, wenn Sie rufen. Er zeigt Ihnen, wo die Wildschweine ihr Schläfchen halten ohne sie hoch zu scheuchen.

Teilnahmebedingungen: geeignet für alle Hunde mit jagdlichen Anlagen
Wir bereiten nicht für Jagdhundeprüfungen vor, dazu wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Vereine.
Wir möchten unsere Kurse übersichtlich halten, damit  Niemand lange warten muss, bis er an der Reihe ist, daher beschränken wir die  Teilnehmerzahl auf max. 6 Mensch-Hund Teams. Melden Sie sich daher möglichst frühzeitig über unser Kontaktformular mit dem Stichwort Jagdhund an, oder rufen sie an.

Nachster Termin:

ab Freitag 31. 8. 2018

Freitags 16:30 Uhr Jagdbegleithund Ausbildung Anfänger

Freitags 17:30 Uhr after work Hundetraining: Jagdbegleithund Ausbildung fortgeschritten

Trainingsorte: 13503 Berlin – Heiligensee // Hundefreilauf Pichelswerder / Hundefreilauf Jungfernheide  und auch Volkspark Jungfernheide, Wildpark Reinickendorf, Hundefreilauf Arkenberge
Hundeplatz: An der Wildbahn 133 (Ecke An der Schneise parken)
Bitte bringen Sie (am 1. Trainingstag) mit:
  • Impfpass
  • gültige Haftpflichtversicherungspolice
  • Lieblings-Leckerchen und/oder Spielzeug bzw. Neopren Dummy
  • Kleiden Sie sich angemessen sportlich.
Kontaktaufnahme über das Kontaktformular oder: 0163 4522836 (whattsapp oder telegram möglich) oder 030 552 333 70